Ratgeber
QR-Code für Hochzeitsfotos: Tischkarte gestalten, platzieren, ankündigen
Ein QR-Code sammelt nur die Fotos der Gäste, die ihn sehen, verstehen und scannen. Mit ein paar einfachen Entscheidungen bei Gestaltung, Platzierung und Ansage bekommst du doppelt so viele Bilder.
Stand: 18. Oktober 20266 Minuten Lesezeit
Was auf die Karte gehört
Eine gute Tischkarte beantwortet in zwei Sekunden drei Fragen: Was ist das? Was soll ich tun? Was habe ich davon? Deshalb gehören darauf: der Name der Feier oder die Namen des Paars, der QR-Code groß genug zum Scannen, und eine Zeile wie „Scann den Code und teil deine Fotos mit uns“. Mehr Text liest am Tisch niemand.
- QR-Code mindestens 3 cm breit, mit weißem Rand und hohem Kontrast – kein Foto als Hintergrund.
- Eine Handlungsaufforderung in einem Satz, in der Du-Form deiner Einladung.
- Optional eine PIN, wenn das Album geschützt ist: dann kommt nur ins Album, wer die Karte in der Hand hatte.
- Kein Link in Buchstaben, den jemand abtippen müsste – der Code ersetzt ihn. Wenn doch, dann eine kurze Adresse.
Bei Festatelier ist die Tischkarte bereits gesetzt: mit Monogramm, dem Motiv des Anlasses, QR-Code, Handlungsaufforderung und auf Wunsch der PIN, in A5 und A6 zum Ausdrucken. Du kannst sie natürlich auch in dein eigenes Design übernehmen – der QR-Code steht als PNG und SVG zum Download bereit.
Wo der Code liegen sollte
Die Faustregel: überall dort, wo Gäste ohnehin das Handy in der Hand haben oder warten. Das sind mehr Orte als nur der Esstisch.
- Auf jedem Tisch, am besten als Aufsteller, nicht flach – flach liegend verschwindet die Karte unter Tellern.
- Am Fotospot oder der Fotobox: Wer dort gerade fotografiert hat, lädt sofort hoch.
- An der Bar und am Kuchenbuffet: Wartezeit ist Scanzeit.
- Neben dem Gästebuch: Wer schreibt, denkt an Erinnerungen.
- In der Nähe des Beamers, wenn du eine Live-Diashow zeigst – die Diashow weckt die Frage „Wie kommt mein Foto da rein?“, und die Antwort sollte daneben stehen.
Vorher: der Link in der Einladung
Der Tischkarten-Code ist für den Tag. Für alles davor – Polterabend, Junggesellenabschied, die Anreise – schickst du den Link mit der Einladung oder in die Gästegruppe. Gäste, die den Link schon kennen, nutzen ihn am Hochzeitstag ganz selbstverständlich.
Wichtig: Teile nur den Link, der für Gäste gedacht ist – nie den Zugang zu deinem Konto. Und wenn der Link an falsche Adressen geraten ist, lässt er sich bei Festatelier erneuern; die alten Codes funktionieren dann nicht mehr.
Am Tag: einmal ansagen
Die wirksamste Maßnahme ist die billigste: eine Ansage. Trauzeugin, Zeremonienmeister oder DJ sagen beim Essen einen Satz – „Auf den Tischkarten ist ein QR-Code, scannt ihn, dann bekommen die beiden alle Fotos von heute“. Erfahrungsgemäß verdoppelt das die Uploads gegenüber Karten ohne Ansage.
Eine zweite Erinnerung passt gut, wenn die Diashow startet oder die Torte angeschnitten wird – dann haben alle fotografiert.
Danach: noch einmal erinnern
Die meisten Fotos kommen nicht während der Feier, sondern in den Tagen danach, wenn Gäste in Ruhe durch ihre Aufnahmen scrollen. Eine kurze Dankesnachricht mit dem Link am Tag danach und noch einmal nach einer Woche holt diese Bilder ab. Lass das Album dafür einige Wochen offen; bei Festatelier legst du das Datum selbst fest.
Typische Fehler
Was wir in Alben immer wieder sehen – und was du vermeiden kannst:
- Der Code ist zu klein oder auf farbigem Papier mit wenig Kontrast gedruckt: Die Kamera erkennt ihn nicht.
- Die Karte verrät nicht, was passiert, wenn man scannt: Viele Gäste scannen aus Vorsicht nichts Unbekanntes.
- Es gibt nur eine Karte pro Tisch: Sie wandert zum Nachbarn und ist weg.
- Der Code wurde vor dem Erneuern des Links gedruckt: Er führt ins Leere. Erneuere den Link nur, wenn du neu druckst – oder vor dem Druck.
- Niemand sagt es an: Ohne Ansage bleibt die Karte Dekoration.